Hurra - mein Datenlogger ist da

October 29, 2021 - Reading time: 3 minutes

Mit einem Datenlogger speichert man Messwerte von Sensoren, die in einem festgelegten Zeitintervall über analoge oder digitale Schnittstellen erfasst werden. Neben der Speicherung besteht bei manchen Datenloggern auch die Möglickkeit zur automatisierten Fernübertragung auf einen Server, z.B. über Mobilfunk oder LoRa. Die Ursprünge der Datenlogger reichen weit in die Geschichte der Technik zurück. Mein erster Datenlogger war ein Campbell Scientific CR21, mit dem ich ab etwa 1980 in die ersten Erfahrungen sammelte. Davor hatte ich einen ZX81 Rechner als Datenlogger, der aber nicht für den rauen Feldbetrieb geeignet war. Zwischendurch verwendete ich noch einen Squirrel 1200 Datenlogger von Grant. Insbesondere mit den Datenloggern von Campbell Scientific habe ich lange Jahre gearbeitet und die dort verwendete Programmiersprache CRBASIC kennengelernt. CRBASIC ist sehr mächtig, aber genau das ist auch der Nachteil. In der gleichen Klasse liegt z.B. auch der Datataker DT80, der sehr viel Funktionalität bietet, aber dafür auch komplex in der Bedienung und Konfiguration ist. Letztendlich braucht man für die meisten Anwendungen beim Datalogging nur wenige Funktionen, wie eine Liste von Sensoren, deren Messwerte man abfragen will und das Zeitintervall. Neben einer einfachen und komfortablen Bedienung war mir ein günstiger Preis noch wichtig. Nach längerer Suche bin ich dann auf den TrueLog von TRUEBNER gestoßen. Dieser Datenlogger verwendet eine RS-485 Schnittstelle nach dem TBUS Standard für die Sensoren und ist damit speziell für die Bodenfeuchtesensoren von TRUEBNER gedacht, die auch bei mir eingesetzt werden. Bei der Bedienung habe ich mich an dieser  Anleitung orientiert, wobei ich die Mobilfunkoption noch nicht verwendet habe. Die Konfiguration war in kurzer Zeit erledigt, wobei ich nur 2 Bodenfeuchtesensoren SMT100 angeschlossen habe und somit nicht die zusätzliche Anschlussbox TrueCon100 benötigte. Zwischen den Messungen "schläft" der Datenlogger und braucht sehr wenig Strom. Ich habe im Schlafmodus etwa 30 Mikroampere gemessen. Mit den 4 Monozellen mit einer Kapazität von knapp 20 Ah könnte ich prinzipiell jahrelang loggen. Ich bin schon gespannt, wie sich Datenlogger im kommenden Winter bewährt. Mein Ziel ist die Messung der Temperatur und der Bodenfeuchte in 2 Tiefen, um ein Gefühl für die Speicherung von Wasser in dem Boden meiner Apfelplantage über die Winterzeit zu bekommen. 

Gardenergrannys Homepage